Nun kann man sich als Journalist angesichts dieser Entwicklung auf die faule Haut legen – die Dinge laufen ja ohnehin auf einen zu, und kurzfristig mag der Respektsverlust von Entscheidungsträgern ja auch dem eigenen Macht- und Lustgewinn dienen. Langfristig aber heißt es, den Ast absägen, auf dem man selber sitzt, wenn Journalismus die öffentlichen Angelegenheiten mit systematischer Missachtung behandelt. Und manchmal ist es eben wirklich nur eine besondere Form der Publikums-Anbiederung, wenn sich Journalisten pauschal über Politik verächtlich machen.
Hannah Arendthat in ihrem Denktagebuch ein Merkwort geschrieben, das für mich gleichermaßen Ansporn sein kann für Politiker wie für Journalisten: „Verantwortung heißt im Wesentlichen: wissen, dass man ein Beispiel setzt, dass andere folgen werden. In dieser Weise verändert man die Welt.“
Deshalb meine Bitte:
Bleiben Sie auf Höhe mit der Politik; nein, seien Sie ihr voraus. Gehen Sie den Dingen auf den Grund. Schauen Sie, wie es andere jenseits unserer Grenzen halten, und ob ihre Erfahrungen hilfreich für uns sind. Entwickeln Sie eigene Urteilsfähigkeit über Alternativen. Das tun wir doch bereits, sagen Sie? Meine Damen und Herren, Hand aufs Herz - was meinen Sie: Wie viele Korrespondenten in der Hauptstadt können beispielsweise sagen, dass sie alle Fragen rund um die Gesundheitsreform wirklich verstanden haben? Eine nicht repräsentative Umfrage unter Berliner Büro-Leitern ergab:niemand wollte eine Zahl oberhalb von 20 nennen. Zum Vergleich: Die Bundespressekonferenz hat gegenwärtig 940 Mitglieder mit dem Auftrag, systematisch über die Bundespolitik zu berichten.
Noch etwas: Gute Journalisten sollten sich nicht den Schneid abkaufen lassen von schnellen Journalisten.
Auch das ist auf andere Bereiche der Berufs- und Lebenswelt verallgemeinbar!
Nicht durch unsere Entdeckungen, sondern durch unsere Ahnungslosigkeit bewegen wir uns sicher durch das Leben. (frei nach Jean Giraudoux) SPORT&MEHRatARCOR.DE N i c h t zuletzt:
Bereits im Herbst 1998 forderte Walser in seiner berühmt-berüchtigten Frankfurter Paulskirchen-Rede die Befreiung der Deutschen von der "Moralkeule Auschwitz" und provozierte damit eine anhaltende Debatte über den richtigen Umgang mit der Vergangenheit.
Die Überschrift zeigt: Ein Blick in den Duden kann sich selbst im Angesichte des Todes noch als nützlich erweisen. Zumindest, wenn man über den Tod eines Menschen schreibt. In welchen Kreisen aber die Durch-Wucherung der Sprache nur noch Seifenblasen produziert, wissen selbst unsere Ex-Perten kaum noch.
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Hier streift die berühmte Pilatus-Frage: „Was ist Wahrheit?(Quid est veritas)“
Hinter dieser Frage scheint mir ein wesentlicher Kern der Arbeit der Behörde durchzuschimmern:
die Einsicht nämlich, dass in der Demokratie, wie wir sie haben (?) niemand die Wahrheit /+4+5für sich gepachtet hat.
Und dass jeder für eigene Fehler im Ernstfall auch öffentlich gerade stehen muss. Und auch:
dass freiwillige Kontrolle allemal besser ist als unfreiwillige Kontrolle – etwa durch den Gesetzgeber.
(Zuvor durch Initiativen. ... Um – im schlimmsten Fall – Rechtsflucht ausgesetzt zu sein bzw. zu bleiben! Zurück zur Einhaltung von Rechtsgrundlage-n !)
Zum humaneren (angestrebten) Prinzip/+3 gehört: Behörden und „Kunden“ haben sich bestimmten Grundsätzen unterworfen.
(Allerdingsn i c h taus freiem Willen –s o w o h la l sa u c h !)
Sie haben ein Sanktionssystem, welches nicht gemeinschaftlich vereinbart ist.
Dabei ist (k)ein unwichtigerer Kritikpunkt: ..., dass es einzelne Kunden durchaus schmerzen
kann, Einschnitte in einem sozialeren Lebensabschnitt, der trotzdem die Zugehörigkeit zur Unterschicht brachte, hinnehmen zu müssen, würde das zugleich den übergeordneten Schichten im gleichen Verhältnis auch passieren! Das sind Interessen der Gemeinschaft und für die G. nützlich.
(FRAGE: Aber wo gibt es Gemeinschaft-en.? Eine ANTWORT: in der Kirche. Eine weitere: in Verbänden ... . Also
in Gruppierungen sowohl in der Wirtschaft als im Sozialen Bereich, die sich aber auch im Wegestehen, wie es beispielsweise die Gewerkschaft immer mehr nachgesagt bekommt. ...)
Doch der Kunde erbringt noch einen ganz anderen Mehrwert. Er nützt eben nicht nur den Interessen der Behörde und der darin Tätigen.
Sondern:
Indem der Kunde die Fehlbarkeit der Behörde erkennt (auch eben nicht immer anerkennt! ...)und somit die Folgen zu begrenzen sucht, macht er sich nicht nur „zum Anwalt der offenen Gesellschaft“,
z. B. über ADU (allerhand durch uns) sondern auch derer, die zu Opfern der Behörden werden bzw. geworden sind.
Eine freie humane Arbeit und ein solcher Einsatz ohne Effekthascherei gehört zum unverzichtbaren Kern einer freiheitlichen Demokratie.
Dabei muss es eine Kultur des demokratischen Staates sein, die Freiheit der Meinung - im Allgemeinen und der Presse - im Besonderen (oder umgekehrt) zu garantieren und zu schützen. Warum?
Weil Demokratie davon lebt, dass Vielfalt herrscht, dass unterschiedliche Auffassungen miteinander ringen können; weil erst in der Auseinandersetzung mit dem anderen der demokratischeKompromiss reift. All das können wir nur da als alltägliche Selbstverständlichkeit erfahren und lernen, wo Freiheit herrscht, wie sinngemäß Horst Köhler als unsere Bundespräsident vor kurzem - mündlich, wie schriftlich - ausführte.
(Weiter -> nebenan nach "Und das heißt:..." ANDERES THEMA:
Das 13. Kind eines armen Mannes wird Patenkind vom Gevatter Tod, da vor diesem alle Menschen gleich sind. Das Kind wird durch ein Geschenk des Gevatters, einem Kraut, zum berühmtesten Arzt der Welt, unter der Bedingung, den Kranken dem Gevatter Tod zu überlassen, falls dieser am Fußende des Krankenbettes erscheint. Der Arzt darf dieses Kraut jedoch nicht gegen den Willen des Todes einsetzen, dieser behält die Entscheidung über Genesung oder Tod des Kranken. Der Arzt überlistet den Gevatter, indem er den Kranken im Bett umdreht, so dass der Tod plötzlich am Kopfende steht. Der Gevatter droht ihm mit dem Ende seines Lebens, vergibt ihm aber für dieses Mal. Jedoch lässt sich der Arzt von der Aussicht auf die Krone und der Königstocher als Gemahlin noch einmal dazu hinreißen, seinen Gevatter zu überlisten. Dieses Mal kennt Gevatter Tod keine Gnade, nimmt den Arzt in eine Höhle mit, in der alle Lebenslichter aufgereiht sind, und lässt dessen fast heruntergebranntes Licht erlöschen.
Eine Adaption des Märchens wurde 1980 unter der Regie von Wolfgang Hübner von der DEFA verfilmt. Hauptdrehort des Films war die historische Altstadt von Görlitz.
So reagieren Eltern richtig auf die Gefühle von Kindern
Kinder haben ein Recht auf ihre Gefühle. Auf alle, auch die unbequemen. Wenn Eltern sofort Ablenkungsmanöver starten, nur damit ihre Kinder wieder lachen, lassen sie sie in Wirklichkeit mit ihren großen Emotionen allein. Dabei ist besonders Weinen und Wüten wichtig, weil es hilft, Erlebtes zu verarbeiten. Diese Gefühlsausbrüche reinigen die Seele und helfen, Stress abzubauen. Das haben unter anderem die Studien der US-Entwicklungspsychologin Aletha Solter ergeben. Und ein Biochemiker der Universität von Minnesota hat herausgefunden, dass Tränen das Stresshormon ACTH enthalten und so dem Körper helfen, in Stresssituationen einen Überschuss dieses Hormons abzubauen. Deswegen fühlen sich auch viele Menschen so entspannt, wenn sie im Kino so richtig schön heulen durften.
Und, so paradox es klingt, Tränen und Zorn sind auch gut für das Selbstbewusstsein. „Ohne die Fähigkeit, Trauer, Ärger, Zorn, Wut zu fühlen und auszudrücken, gibt es auch kein Selbstbewusstsein und kein Durchsetzungsvermögen“, sagt der Heilpraktiker Baer. Beides seien Kehrseiten ein und derselben Medaille.
Das heißt nicht, dass Eltern ihre Kinder weinen lassen müssen, damit sie ein robustes Selbstbewusstsein entwickeln. Es bedeutet vielmehr, dass Eltern die Gefühle ihrer Kinder zulassen und aushalten sollten. Angelika Faas: „Wenn Kinder sich zum Beispiel fürchten, sollten Erwachsene diese Angst nicht wegwischen oder kleinzureden versuchen. Weit hilfreicher wäre es, Kinder in den Arm zu nehmen und zu sagen: ,Ja, ich verstehe, dass du Angst hast', und erst danach zu versuchen, ihm zu helfen, seine Angst zu überwinden.“
Da Kinder Gefühle noch lernen, brauchen sie Vorbilder, die offen mit ihren Gefühlen umgehen, mit ihren Kindern darüber sprechen und ihnen zuhören. Eltern mit einer perfekten Fassade taugen dafür wenig. „Kinder lernen von Erwachsenen, ob es richtig und möglich ist, zu zeigen, dass man sich hilflos fühlt oder ärgerlich ist“, sagt Udo Baer. „Dazu müssen Eltern ihre Ecken und Kanten zeigen.“
Und der Nachwuchs braucht eine ehrliche Resonanz auf sein Verhalten. „Wenn ein Vater seinem Sohn mit ruhiger, leiser Stimme mitteilt: ,Ich bin jetzt richtig wütend auf dich!', passen Ton und Botschaft nicht zusammen, und das Kind kann mit dieser Information nichts anfangen“, sagt Faas. Kinder dürfen merken, wenn ihre Eltern wütend sind oder traurig. „Unausgesprochene Spannungen spüren sie sowieso.“
Wenn Eltern merken, dass etwas ihr Kind beschäftigt, sollten sie sich nicht sofort daranmachen, das Problem zu lösen oder das Kind zu trösten. Denn die Kleinen lernen nur, mit ihren Gefühlen umzugehen, wenn sie die Chance bekommen, ihre Probleme selbst zu lösen oder es zumindest zu versuchen. „Eltern sollten für ihre Kinder da sein, aber nicht versuchen, ihnen bestimmte Gefühle zu ersparen, etwa die Trauer über Omas Tod“, sagt Angelika Faas. „Eltern können beraten und unterstützen, aber ihren Kindern die Gefühle nicht abnehmen. „Manchmal muss man einfach traurig oder wütend sein dürfen. Irgendwann ist es vorbei - und dann geht es ganz bestimmt wieder besser.“
Und das heißt: (Presse-)Freiheit kann und muss auch unbequem sein. ... Das Notwendige dazu stammt von Albert Camus: „Eine freie Presse kann gut oder schlecht sein, aber eine Presse ohne Freiheit kann nur schlecht sein.“
(... vom Grundgesetz garantierte Pressefreiheit ist kein persönliches Privileg, sondern eine „dienende Freiheit“, wie Jutta Limbach/+7 gesagt hat – eine Freiheit, die sich bindet, indem sie sich selbst Grenzen setzt. Im Übrigen freue ich mich mit H. Köhler sehr, dass auch derneue Pressekodex klarmacht: nicht alles, was von Rechts wegen zulässig wäre, ist auch ethisch vertretbar.
P. S.:
Für Behörden wäre es gut, wenn sie, wie die "Multiplikatoren"V6ihre journalistische Berufsethik kontinuierlich neu bewerten und definieren, genau das auch zu lassen und machen. Machen!
So simpel. Das hilft:
- - - bei der Presse: die Vitalität der Pressefreiheit zu erhalten.
Es werden Maßstäbe gesetzt und auf deren Einhaltung geachtet. Bei Zuwiderhandlung wird eine Strafe verhängt, die den Betroffenen an seiner wohl empfindlichsten Stelle berührt: der Glaubwürdigkeit.
--- bei der Behörde: Sollte es zumindest ähnlich sein! Hier e n t s t e h t eine neue Verbund-Internetpräsenz.P. S. + OFFIZIELL:W2k / Credo
Anfang der Wiederholung Es gibt keine Leute, die nichts erleben, es gibt nur Leute, die nichts davon merken.WEM + WAS ICH DAMIT ALLES MEINE - KÖNNT IHR EUCH AUS http://wega2006.twoday.net/ ABLEITEN.IM WERDEN IST AUCH, WAS IN BUCHFORM GEGOSSEN WERDEN KANN UND SOLLTE: http://vorabdrucklos.twoday.net/ (BITTE lesen VORABDRUCKLOS)NOCH EINE VERSTÄNDIGUNGSFRAGE:(Ist Jemanden ungeniert langweilig, wenn zu lesen ist ?! )
Wir wollen die Nötigung/Beschneidung unseres Lebens anhalten und einen Raum schaffen für den Ausdruck unserer Ängste, unserer Wut
+ unserer eigenen Vorstellungen von einem würdigen Leben, so verstehe UNSERE ZEITERFORDERNISSE!
Mit solidarischem Gruß:Werner G. Gaede (wega) Ende der Wiederholung bzw. Kopien
UNSER Internetauftritt ist optimiert für eine Bildschirmauflösung
von 800 x 600 Pixel unter. Berücksichtigung einer Bildschirmauflösung
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Pixel …
Amplitude Aus Worten besteht unsere gesamte Zivilisation. Selbst der überzeugteste Philologe unterschätzt die Macht der Worte. Durch einige wenige Worte kann sich die Realität von vielen Menschen auf einen Schlag vollkommen ändern. Auf Worten baut unser gesamtes Wissen auf, ohne Worte könnte niemand sein Innerstes nach außen kehren, kein Konflikt würde geklärt werden und die Oberflächlichkeit würde die Welt regieren. Ohne Worte würde dieser Blog nicht existieren. Was selbstverständlich schrecklich wäre. Danke an den Menschen, der vor vielen Tausend Jahren das erste echte Wort aussprach.
Machtwahn - Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet ... Bestseller von Jürgen Roth und Albrecht Müller beschreiben das Land als Geisel dunkler Mächte // Jürgen Roth: "Der Deutschland-Clan. Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz". Eichborn, 256 Seiten, 19,90 Euro.Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.06.2006, Nr. 24 / Seite 27)
/+ 4 (1930789)... ein Ziel, das möglichst weitgehend verwirklicht werden soll. Es handelt sich gerade nicht um eine Regel. Regeln fordern im Unterschied zum Prinzip nicht nur Berücksichtigung, sondern strikte Beachtung. Insbesondere von Robert Alexy wird die umstrittene These vertreten, die Grundrechte seien als Prinzipien, nicht als Regeln zu verstehen.
Merke:
Die neuen Sanktionsmöglichkeiten gegen Erwerbslose verstoßen gegen die Menschenwürde. Ein Gespräch mit Harald Thomé
Interview: Ralf Wurzbacher (siehe oben bzw. Jw)
+5 (2008972-86) ↑ Hannah Arendt, in der Fußnote zum Titel der englischen Veröffentlichung "Truth and Politics", die nur dort veröffentlicht wurde.
↑ H.A.: Was ist Politik? München 1993 S. 9 2008973
Effizienz (v. lat.: efficere „bewirken“) ist das Verhältnis eines in definierterQualität vorgegebenen Ziels zu dem Aufwand, der zur Erreichung dieses Ziels nötig ist. Ein effizientes Verhalten führt daher wie auch ein effektives Verhalten zur Erzielung einer Wirkung, hält aber darüberhinaus den dafür notwendigen Aufwand möglichst gering (vergl. Ökonomisches Prinzip)
/+8 - jenachdem, wie man es betrachtet bin ich im 20-ten, 15-ten oder / und 10-Jubliäumsjahr - siehe beispielsweise auch unter: j. ... // AN über Suchmaschinen, Was woll(t)en wir: ...
anstelle /+10 usw.: HUMANITÄT/MENSCHLICHKEIT ... ist keine Beschreibung dessen, was menschlich (also eine tatsächliche Eigenschaft des Menschen) ist, sondern eher dessen was wünschenswert (und somit noch nicht erreicht) ist.
Für Cicero war es ein Begriff für die ganzheitliche Bildung des Menschen. In diesem Sinne wurden die Studia humanitatis betrieben.
Der Gedanke der Humanität umfasst die prinzipielle Gleichheit aller Menschen jeder Herkunft und jeden Geschlechtes, die allgemeine Menschenwürde und den Pazifismus (die Ablehnung des Angriffskrieges). Im weiteren Sinn beinhaltet Humanität auch religiöse und politische Toleranz und Achtung vor dem Mitmenschen und seinen Überzeugungen.
Die praktische Humanität führt zur Hilfsbereitschaft und zum Engagement in sozialen Einrichtungen wie etwa der Caritas oder der Diakonie. Vielfach äußert sie sich auch in besonderer Achtung vor der Natur.
Von wegen alles schwarzrotgoldene Leichtigkeit: Die Bestseller von Jürgen Roth und Albrecht Müller beschreiben das Land als Geisel dunkler Mächte
18. Juni 2006 Die "Du bist Deutschland"-Kampagne, die große Koalition, die Fifa-Weltmeisterschaft alias Deutschland-Party - das war der Dreischritt zum Sommer unseres Vergnügens. Die Parteien sind einig, die Fahnen flattern, die Stimmung pendelt zwischen hedonistischem Anarchismus und fröhlicher Resignation. Die beiden rhetorischen Figuren des "Wir alle" und "Jeder einzelne", Plural und Singular des Deutschen, haben den öffentlichen Diskurs fest im Griff: Jeder einzelne und wir alle müssen jetzt im Glanze dieses Glückes blühen.
Ganz Deutschland? Nein. Auf den Sachbuch-Bestsellerlisten halten sich zwei Titel, die in allen Punkten dermaßen der verschriebenen guten Laune entgegenstreben, daß es ein Wunder ist, daß sie überhaupt verlegt, geschweige denn so massenhaft gekauft werden: Jürgen Roths "Der Deutschland-Clan" und Albrecht Müllers "Machtwahn".
und so weiter et cetera, etc., und so fort, usw., und viele mehr, bla und keks,+ Synonym hinzufügen?
„Wer im Flachen badet, kann nicht untergehen.“ Diese Sottisewird dem langjährigen RTL-Chef Helmut Thoma zugeschrieben. Die Folgen dieses Geschäftsprinzips bekommt mittlerweile fast jeder Journalist in Deutschland zu spüren, auch solche, die nicht fürs Fernsehen arbeiten. In der Tat kann doch einem mulmig werden, der einst wegen Kurt Tucholsky und der „Die Weltbühne“ Journalist wurde und sich heute als Kollege von schrillen Gestalten wieder findet, die die Welt für ihre Bühne halten.
Jürgen Leinemann spricht davon, das „Unterhaltungsmedium Fernsehen“ habe einen „ungeheuren Stellenwert eingenommen“, und er warnt: „Das Bild sticht das Wort aus, aber wir brauchen nun einmal zu allem, was wir mit Aufklärung verbinden, das Wort.“ Ich finde, darüber nachzudenken, lohnt sich. Dabei gehe ich gar nicht so weit wie Leinemann, der meint, das Fernsehbild setze von vornherein „eigentlich das Denken außer Kraft.“ Nach dieser Logik kann es keinen Fernsehjournalismus geben – eine These, die ich mir nicht zu eigen mache.
Aber die emotionale Übermacht des Fernsehbildes, die gibt es.Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen, das mich eindringlich berührt hat: Es ist ein Fernsehkanal in Sierra Leone. Der Bürgerkrieg in diesem kleinen westafrikanischen Staat, ein langer und grausamer Bürgerkrieg, lag noch nicht weit zurück, als ich dort im Dezember 2004 zu meinem ersten Staatsbesuch als Bundespräsident eintraf. Es war ein zerstörtes, zerrissenes Land, das ich besuchte, mit einer Regierung, die nicht einmal dem Staatsgast gegenüber vorgab, die Lage voll im Griff zu haben.
Und in diesem Fernsehkanal liefen: Modenschauen aus Paris. Ungestaltet. Unkommentiert. Unausgesetzt. Untermalt von Musik, unterbrochen nur von Werbung. Keine Nachrichten, keine Aufklärung, keine Talkshows – nur Modenschauen, Models auf dem Laufsteg, sonst nichts. Ein Bilderstrom von Luxus und Leichtigkeit, Ablenkung – auch Verlockung.
Ich sehe einen Zusammenhang zwischen solchen Fernsehprogrammen und den Leichen junger Afrikaner, die an den Stränden Lampedusas und anderswo angespült werden. Denn es hängt auch mit der Macht der Bilder zusammen, dass Menschen sich aus allem lösen, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat, und in Nussschalen und Seelenverkäufer steigen, um sich Träumen hinzugeben, die sogar die Angst vor dem Tod verdrängen.
Ich mache auf diesen Zusammenhang aufmerksam, weil es wichtig ist, dass Journalisten die Macht der Bilder kennen, damit sie verantwortlich mit dem Bild umgehen können – und das heißt eben: sich nicht der Macht des Bildes unterordnen. Denn wer das tut, hat aufgehört, sich zweifelnd auf die Suche nach der Wahrheit zu machen und sich stattdessen in den Dienst des Dramas, der Inszenierung, des künstlich geschürten Konflikts gestellt.
Dabei erscheint es mir ein wenig wohlfeil, immer wieder auf das Privatfernsehen zu verweisen, wenn nach den Gründen für das gesucht wird, was als Qualitätsverfall im deutschen Journalismus beklagt wird. Zumal es im Privatfernsehen durchaus Qualität gibt und prägende Impulse für Kreativität und Einfallsreichtum aus diesem Bereich gekommen sind.
Also: Niemand hat die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und schon gar nicht die Printmedien gezwungen, Stilmittel des Privatfernsehens zu übernehmen. Dennoch haben sie es getan, und sie tun es bis heute. Praktiker wie Hans Leyendecker benennen die Folgen so:
„Ein Journalismus kommt hoch, der die Wirklichkeit nicht abbildet,sondern inszeniert.“ »Ticker-Nachrichten und andere ...
Vielleicht ist es gerade angesichts der Übermacht des Bildes Ihre Aufgabe, sich erneut der Stärken des Wortes zu besinnen. Sie wissen, das Wort stand bekanntlich am Anfang, und zwar nicht nur am Anfang des modernen Journalismus. Das Wort macht eine Verständigung zwischen Menschen möglich, die wir so tief, so erhellend und so lehrreich mit anderen Mitteln kaum erreichen können. Seinen Wert zu erhalten und zu mehren, das hat also auch etwas mit dem Wert unserer Menschlichkeit zu tun.
Deshalb lautet meine Bitte an Sie: Verkaufen Sie das Wort nicht zu billig. Ich weiß um Ihre Sorgen, weil das Interesse der jungen Leute an der Zeitung so deutlich nachgelassen hat. Sehen Sie das als Ansporn für einen neuen Schub an Kreativität und Innovation bei den Printmedien. Vielleicht haben Sie sich als Zeitungsjournalisten zu sehr vom Siegeszug des Fernsehens verunsichern lassen. Lassen Sie sich auch nicht vom Erfolg des Internet verunsichern.
In meinen Augen birgt die Entwicklung eine große neue Chance. Denn das Internet ist nicht nur eine neue Technik. Es ist ein neues Kulturwerkzeug, das die Generationen prägen wird, die damit aufwachsen.
Was eigentlich ist neu an der Welt, seit es das Internet gibt? Mathias Döpfner hat das Potenzial wie folgt beschrieben: „Jede Information ist für jedermann jederzeit überall verfügbar.“ Was für eine traumhafte Ausgangslage für jeden Journalisten, der es mit seinem Berufsauftrag ernst meint!
Stiften Sie Ordnung unter all diesen Informationen. Geben Sie Orientierung. Zeigen Sie den Unterschied zwischen Wichtigem und Unwichtigem.
Halten Sie uns neugierig. Klären Sie uns auf.
Ich bin sicher: Diese Aufgabe lohnt sich. Und sie bleibt. (O-Ton H. Köhler)
Politik besteht nicht selten darin, einen simplen Tatbestand so zu komplizieren, daß alle nach einem neuen Vereinfacher rufen.Giovanni Guareschi
Die (deutschen) Behörden sind – nach wie vor – enorm verbreitet, dabei aufgebläht ... nicht weg zu denken - beziehungsweise weg zu kriegen /+1 und somitz u m i n d e s teine Form, die mit typisch deutsch /+2umschrieben werden kann. Und weiter:
Die deutschen Behörden sind(... oder wissen sich ...) stark und sind bzw. glauben sich entsprechend anerkannt. Glückwunsch.
Aber, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht, sie werden - bekanntlich -auch ganz anders beurteilt.
...
Zum Beispiel hält man sich vor Augen oder gar Ihnen vor: was sie, die deutsche Behörden erreichten und dabei anrichteten?
[Hält man sich – besser Ihnen -denen aus den Agenturen, Ämtern ... das „Schwarzbuch" - genauer: „Die öffentliche Verschwendung“und somit dessen ernüchternde Inhalte vor Augen, sieht es schon ganz anders aus! Somit was den Glückwunsch anbelangt – auch!
... die (freiwillige) Selbstkontrolle der Behörden in Deutschland in einer tiefen Krise steckt. Dazu kommt das eine so genannte innere Uneinigkeit die Behörde z. B. bei AlGII / Hartz IV (nur) zum „Papiertiger“ macht und nicht nur machte! Denn, das ist bis heute so!
Ich behaupte: Autorität kann die damit verbundene Behörde nur entfalten, wenn sie die Autorität seiner Kunden auch anerkennt!
Ein-e jede-r Abgesandte-r der Behördemöge bedenken, dass sie / er eigentlich für uns, die Kunden, wie wir fast zu ironischgenannt werden, dazusein hat, und hätte sich schon längst - teilweise erneut - der Selbstverpflichtung unterwerfen sollen, will er als
Übrigens - der Unhumane mit seinem Argument: Andere handeln mit Ware, aber auch mit Menschen – hält eine Wahrheit bereit. Doch es ist nur eine mutige These, somit nichts immer Greifbares – weder im Guten, wie im Schlechten – wohlgemerkt von derBehörde XYZ, die nun gar einem Wettbewerb seit Jahreswechsel unterliegt, wie aus einem Auszug - siehe unten - und noch ausführlichen in Tageszeitung junge Welt
Haben Sie Anhaltspunkte, daß sich die Praxis bei der Sanktionierung von Arbeitslosen sukzessive verschärft hat?
Aus unseren Beratungsgesprächen - siehe zuvor und unten - wird ersichtlich, daß der Druck steigt. Für dieses Jahr prognostiziere ich noch einmal eine erhebliche Verschärfung, sowohl was die Qualität als auch die Menge der Sanktionen betrifft. Hintergrund sind unter anderem sogenannte Benchmarking-Prozesse, in denen die Bundesagentur für Arbeit die Verfahrenspraktiken der einzelnen Arbeitsagenturen mit dem Ziel vergleicht, das Sanktionsregime zu vereinheitlichen und zu »optimieren«. Das ist ein perfides Instrument, Druck auf die mitunter »softeren« Einrichtungen und Fallmanager auszuüben und zu einem repressiveren Vorgehen gegenüber Leistungsempfängern zu bewegen. ), siehe auch gleiche QuelleKurz notiert: /+6 ]
Doch generell steht im Raume:
Unter dem wachen Auge - nicht nur der Kunden, als Teil der Bevölkerung - ist es schwer geworden, wie Pontius Pilatus - siehe zuvor und LEGENDE - einst seine Hände in Unschuld zu waschen und Verantwortung von sich zu weisen.
Ich möchte noch persönlich bzw. direkter werden!
Henrik Ibsen wird das Wort zugeschrieben, man solle nie seine beste Hose anziehen, wenn man hingeht, um für Freiheitund Wahrheit zu kämpfen.
Wir sollten sogar verstärkt darüber nachdenken, journalistische Grundsätze über nationale Grenzen hinweg zu erörtern, mit dem Ziel, so etwas wie Maßstäbe für einen Welt-Journalismus zu definieren. Wir müssen uns mehr denn je der Aufgabe stellen, die Globalisierung zu gestalten. Und dass die Kulturen und Religionen der Welt einander mit mehr Respekt begegnen, dazu kann ein ethisch fundierter Journalismus viel beitragen. Die Goldene Regel der Weltreligionen zu beherzigen:
„Was Du nicht willst, das man Dir tu´, das füg´ auch keinem andern zu“, das taugt immer.
Für Behörden und auch für Journalisten kann die vorgenannte Regel Richtschnur sein über die Aktualität hinaus; ein Anlass zum Nach-Denken und Hinterfragen der eigenen eingeschliffenen Handlungsweisen.
Deshalb bin ich auch froh darüber, wenn Journalisten hierzulande, namhafte zumal, kritisch das eigene Vorgehen beleuchten.
transPsy. wir gehen weiter: Aktuelles und Grundsätzliches zur Psychologie und ihren Schwesterdisziplinen Psychiatrie und Psychotherapie
Die von Dr. Ulrich Gresch herausgegebene Seite bietet aktuelle, umfangreiche und sauber recherchierte Informationen zum Themenkomplex, darunter auch eBooks zum Download: bislang zu den Themen Borderline-Syndrom und Hypnosemissbrauch
„Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.“
Denken Sie bitte daran, und lassen Sie sich daran erinnern, zur Not auch von Mitarbeitern, die von ihnen abhängen. Beide, Journalisten und Verleger, sind gefordert. )
Hieraus leite ich ab - das gilt sinngemäß auch für Behörden - mehr noch sollte endlich dort gelten! Gültigkeit durch Anwendung erfahren!
Übrigens: Kommerzielle Zwänge müssen nicht zwangsläufig zu (... x-beliebigen) Einbußen führen. Der wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland ist auch dadurch gekennzeichnet, dass Innovation und Produktivität gerade dann zunahmen, wenn die Wettbewerbsbedingungen besonders hart waren. Und amerikanische Pressehistoriker haben herausgefunden, dass technologische Erneuerungen durchaus auch einen heilsamen wirtschaftlichen Druck auf den Journalismus - und anderen Sphären -ausgeübt haben. Denn erst als im 19. Jahrhundert neue, schnelle Druckmaschinen zur Verfügung standen und die Industrie mit Hilfe der Werbung Massengüter unter die Verbraucher bringen wollte, konnten sich die Zeitungen von den sie bis dahin prägenden parteipolitischen Bindungen lösen und lernten, Massen anzusprechen – was nur gelang, indem man eine unparteiische Sprache fand: die moderne Nachrichtensprache eben. Die technische Innovation wurde nach dieser Lesart also zu einem der Auslöser für politische Unabhängigkeit im Journalismus.
Ich gebe zu:
Diese These ist ungemütlich, weil sie so völlig ohne Romantik auskommt. Und ich weiß: Es gibt auch den Impetus der Aufklärung im Journalismus, und er ist wesentlich. Weil das so ist, sage ich: Ihr Ehrgeiz wäre nicht ausreichend, wenn Sie sich vornähmen, Qualitätseinbußen im deutschen Journalismus zu verhindern, obwohl Sie in einem immer schwierigeren Marktumfeld agieren. Nehmen Sie sich doch bitte vor, die Qualität im deutschen Journalismus zu steigern, weil das nicht nur für Ihr Unternehmen, sondern für das Land insgesamt gut ist.
Diese Welt will erklärt werden. Sie war noch nie so kompliziert wie heute. Aber sie hat auch noch nie so viele Möglichkeiten zum friedlichen Ausgleich, so viele Chancen der Zusammenarbeit und der Wohlstandsmehrung für alle geboten. Die zunehmende Komplexität der Zusammenhänge verlangt eine hohe Qualifikation derer, die das Erklären übernehmen. Doch sie schafft auch einen neuen Bedarf an Aufklärung, und wer diesen Beitrag leisten kann, dessen Gewicht wird steigen.
Zwischen dem Aufklärungsauftrag der Journalisten und dem Auftrag der Verleger, das gemeinsame Produkt mit Erfolg zu verkaufen, lässt sich meiner Meinung nach eine Spannung aufbauen, die einen echten Qualitätsschub bringen kann. Den brauchen wir auch, denn der Wandel, den unser Land erlebt, muss erklärt werden, damit er verstanden werden kann, und er muss verstanden werden, damit er gestaltet werden kann. Ich wünsche mir deshalb einen Journalismus, von dem sich mehr lernen lässt über die Welt in Veränderung, an der wir teilhaben. Ich wünsche mir, dass Veränderung nicht vornehmlich gemessen wird als Abstand vom Status Quo, sondern auch in den neuen Sichtweiten und Blickwinkeln, die Veränderung ermöglicht. Manche Lösung kann sich erst ergeben, wenn man unterwegs ist, und ein fundiertes Urteil über solche Lösungen kann nur treffen, wer sich auch auf den Weg gemacht hat.
Ich weiß, Sie brauchen feste Standpunkte. Aber das heißt nicht, dass Sie stehen bleiben sollen. Offen zu sein für den Wandel, neugierig zu sein auf die Zukunft, sich kompetent zu machen für das Neue: das sind Haltungen, die guten Journalismus schon immer ausgezeichnet haben, und sie sind heute mehr gefragt denn je.
Ohnehin hat sich der journalistische Handlungsrahmen bereits stark ausgeweitet: Journalisten, die es mit ihrem Aufklärungsauftrag ernst meinen, blicken schon heute über den Tellerrand nationaler Grenzen weit hinaus; sie erfassen die internationale Dimension der Aufklärung. Politiker können das genauso tun, und sie tun das hoffentlich auch immer mehr. Doch sie leben auch in der Spannung, dass sich immer mehr Bereiche durch die Globalisierung entgrenzen, während politische Verantwortungs- und Handlungsmandate im Prinzip räumlich und zeitlich begrenzt bleiben.
Computer und Internet: EU berät über Maßnahmen gegen Killerspiele
Computer und Internet
EU berät über Maßnahmen gegen Killerspiele
Wird "Counter-Strike" bald verboten?
Januar 2007 Die Innen- und Justizminister der Europäischen Union beraten in Dresden erstmals über ein gemeinsames Vorgehen gegen gewaltverherrlichende Video- und Computerspiele. Die EU habe zwar nicht die Kompetenz, sogenannte Killerspiele zu verbieten, sagte Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU). Es sei aber sinnvoll, das Vorgehen dagegen europäisch abzustimmen.
GLÜCKWUNSCH: „...bindet es sich!" - das Nach-Denken
Wenn Sie „Warum NachDenkSeiten?“ anklicken, dann werden Sie finden, dass wir es für notwendig halten, eine Gegenöffentlichkeit zum gängigen Strom der öffentlichen Meinungsmache aufzubauen. Viele unserer Leser teilen diese Ansicht. Nur wenn es gelingt, die Vorherrschaft des gängigen Denkens in Zweifel zu ziehen, haben wir überhaupt noch eine Chance, die politischen Entscheidungen zum Besseren zu wenden. Schon die ersten zwei Wochen des Jahresanfangs zeigen wieder, wie schwierig dieser Versuch ist. Wir sind bei einem wichtigen Thema, dem Themenkomplex Demographie, Geburtenrate und Alterung geradezu überrollt worden von dramatisierenden Berichten und Sendungen. Siehe Anhang mit Hinweisen auf massive Meinungsmache auch in den öffentlich-rechtlichen Medien. Beim Aufbau einer kritischen Gegenöffentlichkeit haben wir es mit einer typischen David-Goliath-Situation zu tun. Das meint, wir können nur Boden gewinnen, wenn wir intelligent vorgehen, intelligenter als die Macher des Hauptstroms. Was das praktisch bedeutet … Albrecht Müller. Mehr…
Es (das Gericht) stellt seinem Tatbestand nach weder eine Bedarfs- bzw. Einstandsgemeinschaft im Sinne des § 11 Abs. 1 Satz 2 BSHG, noch eine Haushaltsgemeinschaft von Verwandten oder Verschwägerten gemäß § 16 BSHG oder eine eheähnliche Gemeinschaft nach § 122 BSHG dar.
Diese Vorschriften sind als abschließende Regelungen in eindeutiger Weise jedoch nur insoweit zu qualifizieren, als es um die Frage der Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen anderer Personen als der des Hilfesuchenden geht (zu diesem Aspekt für
Ist wie hier jedoch der sozialhilferechtliche Bedarf – konkret der Unterkunftsbedarf - einer Personenmehrheit zu bestimmen, können unabhängig von den tatbestandlichen Voraussetzungen der genannten Vorschriften mehrere Personen, die zusammen wohnen, auch dann als eine Einheit berücksichtigt werden, wenn sie über die Wohngemeinschaft hinaus auch eine Wirtschaftsgemeinschaft bilden.
Die Angemessenheit der Aufwendungen für die Unterkunft ist mithin für diejenigen Mitglieder einer Wohngemeinschaft, die eine Gemeinschaft im Sinne der §§ 11 Abs. 1 Satz 2, 16 bzw. 122 BSHG bilden oder die gemeinsam wirtschaften, als Einheit zu bestimmen (so im Ergebnis: 4. Senat des erkennenden Gerichts: Urt. v. 26.6.2002 – 4 LB 133/02 -; Beschl. v. 29.1.1996 – 4 M 7338/95 – und für die Anwendung in der Praxis: Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens (Hrsg.), Hinweise zur Sozialhilfe, Loseblattsammlung, Stand: 1.1.2004, Nr. 12.1.13).
Die rechtliche Grundlage für eine Gleichstellung von Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaften mit den in §§ 11 Abs. 1 Satz 2, 16, 122 BSHG geregelten Gemeinschaften bei der Bestimmung des angemessenen Unterkunftsbedarfs lässt sich entgegen der Ansicht des
Eine Vergleichbarkeit wäre insoweit wegen des weiteren Begriffes der Bedarfsgemeinschaft im Wohngeldrecht zweifelhaft (dazu: BVerwG, Urt. v. 22.8.1985 – BVerwG 5 C 57.84 -, BVerwGE 72, 88, 90). Erforderlich ist ein genuin sozialhilferechtlicher Anknüpfungspunkt.
Per 11/2007 ergänzt - zuvor zum 2 . MAL wegen des so genannten Einstiegsgeldes “gebettelt”, …,: Neuerungen - Das ändert sich 2008
Auswandern - Adieu, Deutschland … Preisexplosion, Arbeitslosigkeit, HartzIV: Immer mehr Bundesbürger … Ohne Perspektive Arbeitslosigkeit, HartzIV - die gebürtige Mecklenburgerin … mehr
WIE HIER (oben) IN V I E L E N THEMEN ANGERISSEN, DASS AUSMERKSAMKEIT ERZIELT WIRD - LÖSUNGEN NICHT (WEITER) VERSCHLEPPT UND MÖGLICHST NACHHALTIGE VERBESSERUNGEN ERREICHT WERDEN: NICHT ERST IRGENDWANN!
wird in der BundesrepublikDeutschland fürSozialleistungen ausgegeben.Und das Budget steigt vonJahr zu Jahr. Finanzielle Hilfe erhaltennicht nur jene, die ihren Lebensunterhaltnicht aus eigener Kraftschultern.Auch auf vielen anderenGebieten gibt der Staat Unterstützung.Hier unsere Übersicht:_ Kindergeld
Kinder sind teuer.
Das staatlicheKindergeld soll die Belastungen,dieFamilien durch Kinder haben,zumindest zum Teil ausgleichen.Fürdas erste,zweite und dritte Kind gibtes je 154 Euro monatlich, für dasvierte und jedes weitere 179 Euro.Kindergeld muss bei der Familienkassebeantragt werden. Es wirddann bis zur Vollendung des 18.Lebensjahres automatisch gezahlt.Danach besteht Anspruch bis zum21. Lebensjahr, wenn das Kindarbeitslos, bis zum 25. Lebensjahr,wenn es in Ausbildung ist.Allerdingsdarf es eigene Einkünfte nur bis zu7680 Euro pro Jahr haben.
_ ElterngeldKinderbetreuung. Seit dem1.1.2007 hat das Elterngeld das bisherigeErziehungsgeld abgelöst.Bleibt ein Elternteilzur Betreuung des Kindeszu Hause, erhält erdas Elterngeld, undzwar für zwölf Monatezusätzlich zumKindergeld. Übernimmtder anderePartner danach zweiMonate die Erziehung,erhält er in dieser Zeit weiterdas Elterngeld.Es beträgt 67Prozent des weggefallenen Nettolohns,maximal 1 800 Euro. Antragbei der Gemeinde stellen. Langzeitarbeitsloseerhalten einen Festbetragvon 300 Euro, der nicht auf dasALG II angerechnet wird.
_ BAföGStudium. Wer studiert, aber nichtüber die notwendigen Mittel verfügt,kann Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz(BAföG)an der Uni beantragen.Um die Förderungzu erhalten,darf der Student nichtälter als 30 Jahre sein,die Ausbildung an derUniversität, Fachhochschuleetc.muss als förderfähigeingestuft sein und das Einkommender Eltern bzw.Ehepartner darf einebestimmte Höhe nicht überschreiten.Der BAföG-Höchstsatz beträgtinklusive aller Zuschüsse (Miete,Krankenkasse,Fahrtkosten) für Studenten,die nicht bei ihren Elternwohnen, 585 Euro. Da BAföG alsDarlehen gewährt wird,muss ein Teildavon nach Abschluss des Studiumsin Raten zurückgezahlt werden.
_ UnterhaltsvorschussAlleinerziehend. Wer vom zahlungspflichtigenElternteil keinenUnterhalt für das Kind erhält,bekommt Unterhaltsvorschuss vomJugendamt.Es gibt ihn für Kinder biszu zwölf Jahren, längstens für 72
Monate.
Die Höhe orientiert sich amRegelbedarf gemäß der Düsseldorfer
Tabelle, von dem die Hälfte des Kindergeldes abgezogen wird.
SOZIALLEISTUNGEN
Finanzielle Hilfen sollen allen Bürgern ein Mindestmaßan Lebensqualität ermöglichen. Wer sie nutzt, ist kein Bittsteller
hoffen einen Beitrag zu leisten, wenn es darum geht: WIE HIER IN VIELEN THEMEN ANGERISSEN, DASS AUSMERKSAMKEIT ERZIELT WIRD - LÖSUNGEN NICHT (WEITER) VERSCHLEPPT UND MÖGLICHST NACHHALTIGE VERBESSERUNGEN ERREICHT WERDEN:
NICHT ERST IRGENDWANN! Wie beim Fond für Magdeburg , der in der Vst. keinen Platz fand. …) und ist es so, wird es mit
Es sind schwere Bücher mit schwarzem oder dramatisch schwarzrotgoldenem Cover, mit alarmistischem Klappentext, Bücher von viktorianischer Anmutung, eine schwarze Lektüre zur Dämmerung, die man mit einem Brandy zu sich nimmt. Der Duktus beider Bücher ist ähnlich, aber das Genre differiert leicht: Jürgen Roth ist der Kriminalist, Müller eher der hegelianische Gesamtrebell.
Roths "Deutschland-Clan" verspricht in Vorwort und Klappentext, die Strukturen und Verbindungen eines real existierenden, soziologisch nachweisbaren Clans, der das Land in den Händen hält, nachzuzeichnen. Doch das vergessen Autor und Leser schnell, denn es geht auf eine furiose Reise: Wir sind in Augsburg beim Prozeß gegen den ehemaligen Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls. Schon die Sache: ein Hammer, oder? Dann aber hat sich der Richter nach dem Urteilsspruch vor Pfahls auch noch verbeugt. Roth empört das, aber es erstaunt ihn nicht, denn Müntefering hatte die Hedge-Fonds ja auch erst zugelassen, bevor er sie zu Heuschrecken ernannte. Der Leser stockt und schluckt, aber Roth fährt fort, zur Zwick-Affäre über Werner Müller zu Laurenz Meyer. Bald sind wir in den Lüften, an Bord einer Privatmaschine der West-LB. Steuern tut die Maschine unser späterer Kronzeuge, der vielleicht, oder doch eher nicht, große Mengen Kokain vertickt hat, aber zwischendrin flog er auch Prostituierte mit "hochrangigen" Politikern, Managern und so. Roth ringt um Fassung und dann mit der Lesbarkeit, wenn er die Details der Verfahren um die West-LB-Skandale darstellen muß. Egal, man hat ja schon kapiert: Koks und Callgirls auf Kosten des kleinen Mannes - ein dickes Ding.
Aber wer sich darüber empört, hat die ganze Dimension des Elends nicht umrissen und wird deshalb mitgenommen nach Mecklenburg-Vorpommern, zu einem angeblich allmächtigen Unterweltspaten, der dort zwei Cafés betreibt. Roth trifft sich mit ihm, findet ihn ganz sympathisch. Später nimmt die Polizei den Paten hops. War er vielleicht doch gar nicht so allmächtig? Egal, die ganz großen Dinger werden ja eh woanders gedreht, in Bukarest beispielsweise. Bodo Hombach hat da Geschäfte gemacht. Und wo war der früher? Richtig, auf dem Balkan. Stichwort Kosovo, albanische Mafia.
Dem Buch wohnt ein rührender lutherischer oder volksmagischer Zug inne: Wird ein Skandal oder auch nur dessen Schauplatz einmal benannt, so ist das Böse in ihm auch gebannt. Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen halten auf, es muß weiter benannt werden. Die ganze Reise hat ein Ziel, und das ist weit: Petersburg, also Gasprom. Schröder geht zu Gasprom. Das ist ein so dickes Ding, daß Roth es mehrmals an- und ausführt: Putin, KGB, andere Deutsche - Stasi, Schröder früher bei den Jusos, alles klar.
Daß es sein Generalargument einer organisierten Machtübernahme Deutschlands durch einen neoliberalen Clan nicht plausibler macht, wenn der ehemalige Bundeskanzler sich bis nach Petersburg und unter Beschädigung seiner Reputation in solche erkennbar dunklen Kreise begeben muß, um ordentlich Geld zu verdienen, daß er also offenbar in seinem Heimatland gar nicht über entsprechende Unterweltsverbindungen verfügt, fällt Roth nicht auf. Auch vor der angeblich furchterregenden und - wegen Seilschaften mit den Medien - unhinterfragbaren Macht eines Wolfgang Clement kann einem nur dann gruseln, wenn man vergißt, daß Clement und die anderen NRW-SPD-Größen vom angeblich so leicht zu manipulierenden Wähler schnöde ins Privatleben verabschiedet wurden.
Aber da ist Roth längst woanders, er wird überall gebraucht, um uns von einem "Schweinfurter Bauträger, der nur mit albanischer Leibgarde im Auto fährt" zu erzählen, oder von Florian Gerster und dessen freihändigen PR-Aufträgen. Aus Peter Hartz & Co hätte er vielleicht noch ein wenig mehr machen können, auch dessen Adlatus Helmuth Schuster kommt zu kurz, obwohl der doch einiges dafür getan hat, um in diese unendliche Skandalchronik aufgenommen zu werden.
Dafür geht es um die Phoenix-Affäre, die Berliner Bankgesellschaft, die "Spätzle-Connection" sowie um einen Yassin Dogmoch, der "am liebsten Loire-Weißwein" trinkt - nicht auszumalen, welche Serie an Missetaten Roth aufzählen müßte, wenn der Mann sich sizilianischen Chardonnay genehmigt hätte!
Roths Parforceritt durch das Land der Gauner hat etwas von Jules Verne und Karl May. Ein kleiner Unterschied besteht leider: Roth erfindet nichts, es passiert ja wirklich immerzu viel Schlimmes. Roth empört sich bloß mehr als andere, und in seinem Furor sieht er das Land nicht in der Hand eines Clans, sondern als einen einzigen großen Gaunerclan, der sich, wo immer es geht, auch noch mit den Nachbarstaatenclans zusammentut, wo es ja noch schlimmer ist.
Albrecht Müller - ehemaliger Kanzleramtsplanungschef unter Helmut Schmidt, dann lange Jahre SPD-Bundestagsabgeordneter - wirft seinen Blick auf das Land von der schönen Südpfalz aus, aber der Rückzug dorthin hat ihn innerlich nicht befriedet, sondern aufgewühlt. So wie Montaigne ja schon notierte, nach seinem Rückzug in den Turm sei die Vorstellungskraft wie ein wildes Pferd mit ihm durchgegangen, so ergeht es auch diesem Autor, der besonders mit der eigenen, sozial und geographisch abseitigen Position zu hadern scheint. Besonders beklagenswert findet Müller, daß soviel geklagt wird: Das Land pleite, die Kassen leer, die Gewerkschaften zu mächtig; wo, fragt Müller - im Einklang mit den Leserbriefschreibern dieser Welt -, bleibt das Positive? Man solle den Menschen lieber Mut machen, denn Konjunktur sei Psychologie, und wenn man dann noch die Löhne erhöhe, dann werde der Laden schon wieder laufen. Damit ist Müller aber keineswegs so allein, wie er tut - in der CDU hätte er mit dieser Position eine klare Mehrheit.
Doch das kann Müller nicht zugeben, denn er will ja abrechnen mit der Elite des Landes. Er hat dazu nicht, wie Pierre Bourdieu, die Eliten in Wissenschaft, Medien, Wirtschaft und Politik untersucht und befragt, sondern viel gelesen und viel ferngesehen und sich noch mehr aufgeregt. Diese Methode scheint freilich genau jene Erkenntnisse zu fördern, die alle Fernsehzuschauer auch immer gewinnen: Alle stecken unter einer Decke! Und wer zahlt die Zeche? Der kleine Mann!
Auch hier ist es die serielle Betrachtung von Skandalen, die die Empörung so richtig hochkochen läßt: Der Ackermann - arbeitet der wirklich mehr als sein einfachster Angestellter? Die Agenda 2010 - war doch 'ne Pleite! Die Firma Grohe - kaputtgemacht von Heuschrecken. Schließlich Müllers bitterer Satz: "Andrea Nahles wurde nicht SPD-Generalsekretärin, Wolfgang Thierse ist nicht mehr Bundestagspräsident!" Alles hängt mit allem zusammen - und auch wieder nicht. Viele von Müllers Beispielen sind wirklich skandalös und wurden in den wichtigsten Medien auch entsprechend kommentiert. Gerade etwa der von Müller schwer gescholtene "Spiegel" hat sich weder bei der Kritik an Ackermann noch an Hartz IV übertreffen lassen. Man kann auch nicht behaupten, daß Hedge-Fonds, Drückerkolonnen und der Handel mit Schrott-Immobilien zu jenen Branchen zählen, in die gutmeinende Eltern ihre tüchtigen Kinder am allerliebsten vermitteln würden. Außerdem sitzt im Bundestag eine starke Linksfraktion, die in vielen Punkten Müllers Sicht der Dinge vertritt und deren Chefs es an Medienpräsenz mit den Herren Henkel und Merz durchaus aufnehmen können.
Das Buch ist aber nicht nur Furor, es hat rührende, tröstende Stellen, etwa wo es aufzählt, wie der Kapitalismus den Menschen krank macht, Schlaflosigkeit und Übergewicht verursacht sowie das nächtliche Zähnemalmen und die "posttraumatische Verbitterungsstörung!".
Mit der Identifizierung einer neoliberal verblendeten Elite hat das alles nichts zu tun. Müller hält Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn für "den mächtigsten Mann Deutschlands" - der freilich ist mit seiner Skepsis gegenüber der Börse und seinen Predigten vom ethisch verantwortlichen Unternehmertum alles andere als ein Neoliberaler. Und Frau Mohn erwähnt Müller gar nicht erst. Müller sieht selbst heftig verfeindete Einzelgänger und Konkurrenten als Partners in Crime, von der Südpfalz aus stehen sich in Berlin eben alle nahe.
Früher griffen viele, die auf das ganze Land sauer waren, zu Bernt Engelmann oder zu Günter Ogger, um sich bestätigen zu lassen, daß alle Verbrecher sind; heute hat man zu diesem Zweck halt Roth und Müller neben dem Bett liegen. Es ist der buchförmige Ersatz für einen stets mitfühlenden Barmann, der jede noch so entlegene Klage mit einem Drink und "Schlecht die Welt, böse der Mensch!" zu lindern versteht.
NILS MINKMAR.
Albrecht Müller: "Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet". Droemer 2006, 364 Seiten, 19,90 Euro.
Jürgen Roth: "Der Deutschland-Clan. Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz". Eichborn, 256 Seiten, 19,90 Euro. Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.06.2006, Nr. 24 / Seite 27)
Wenn Sie „Warum NachDenkSeiten?“ anklicken, dann werden Sie finden, dass wir es für notwendig halten, eine Gegenöffentlichkeit zum gängigen Strom der öffentlichen Meinungsmache aufzubauen. Viele unserer Leser teilen diese Ansicht. Nur wenn es gelingt, die Vorherrschaft des gängigen Denkens in Zweifel zu ziehen, haben wir überhaupt noch eine Chance, die politischen Entscheidungen zum Besseren zu wenden. Schon die ersten zwei Wochen des Jahresanfangs zeigen wieder, wie schwierig dieser Versuch ist. Wir sind bei einem wichtigen Thema, dem Themenkomplex Demographie, Geburtenrate und Alterung geradezu überrollt worden von dramatisierenden Berichten und Sendungen. Siehe Anhang mit Hinweisen auf massive Meinungsmache auch in den öffentlich-rechtlichen Medien. Beim Aufbau einer kritischen Gegenöffentlichkeit haben wir es mit einer typischen David-Goliath-Situation zu tun. Das meint, wir können nur Boden gewinnen, wenn wir intelligent vorgehen, intelligenter als die Macher des Hauptstroms. Was das praktisch bedeutet … Albrecht Müller. Mehr…
Unter dem Titel „Ethik im Redaktionsalltag“ zeigen erfahrene Journalisten auf, was sich auch aus Fehlern lernen lässt.
Franziska Augstein etwa berichtet von dem Bundesminister, den sie auf einer Reise begleitete, der zunehmend Vertrauen zu den Pressevertretern fasste und immer offener Positionen vertrat, die sie als empörend empfand – was sie ihm aber nicht persönlich zu erkennen gab, sondern erst durch die Veröffentlichung ihres Reiseberichts wissen ließ. Heute bilanziert sie: „So ‚natürlich’ meine Zurückhaltung mir während der Reise erschien, so leid tat sie mir hinterher.“ Udo Röbel, der damals über das Gladbecker Geiseldrama berichtete, bekennt heute: „Es war ein Fehler, zu den Geiselnehmern in das Auto zu steigen.“ Und Heribert Prantl erzählt von einem hochbrisanten Interview mit einem Landesminister, das zwar penibel alle Regeln einhielt, die zwischen Interviewer und Befragtem gelten. Und doch: „Es hat im Frage-Antwort-Spiel ein Satz gefehlt, zu dem keine journalistische Regel verpflichtet. Der Satz hätte gelautet: Sie reden so, dass Sie Ihre Kritiker in ihrer Kritik noch bestätigen. Sie reden sich um Kopf und Kragen.“
In diesen Beispielen geht es nicht darum, dass jemand gegen Paragrafen einer Standesordnung verstoßen hat und zu seiner Läuterung späte Einsicht dokumentieren will. Hier regt sich – ungefragt und unverlangt – etwas viel Fundamentaleres, etwas, ohne das es aufgeklärten, dem Menschen verpflichteten Journalismus überhaupt nicht geben kann. Hier regt sich: das Gewissen.
Womit ich nochmals bei H. Köhler unt Ausführungen vor dem Presserat bin, wo es weiter hieß: Das ist der Grund, weshalb ich solche Schilderungen für vorbildlich halte: Journalistinnen und Journalisten setzen ihren guten Namen dafür ein, um Berufskollegen auf die Fallstricke des Geschäfts aufmerksam zu machen. Denn machen wir uns nichts vor: Für die Qualität der eigenen Arbeit trägt am Ende jeder Journalist selbst die Verantwortung
- jeden Tag aufs Neue, und niemand kann ihm oder ihr das tägliche
Ringen darum abnehmen. Sich nach der Decke strecken, um Qualität
zu sichern, in jeder Zeile, auch unter Zeitdruck, das lässt sich nun
einmal nicht an andere delegieren.
Und die Behörde kann auch vieles! Aber hier geht es auch darum, nicht einseitig, nach einem wirksamen Mittel gegen Qualitätsverfall zu suchen und findig zu werden. Humaner!
Derzeit und zu lange macht es sich die Behörde zu leicht mit der eigenen Verantwortung.
Zu dort Tätigen - ganz konkret:
Auch ich weiß dabei sehr wohl, dass die Bedingungen, unter denen viele von Ihnen arbeiten, in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden sind. Mittlerweile geht es um weit mehr als um persönliche Belastungen durch Mehr-Arbeit.
Überall ist es so:
Es geht um die Frage, infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten, mit Personalkürzungen, wie gehabt, zu reagieren bzw. überhaupt darum, die Bedingungen gewähren zu können, die einfach menschlicher sind!
Die immer mehr greifende Uniformität, die sich ausschließlich aus Effizienz- siehe zuvor und unten in der "LEGENDE" - speise ist mehr als ein Übel.
Sie ist Schwäche!
Von Vielfalt könne kaum noch die Rede sein. Noch schwerer wiegt die Bedrohung der Werte. Wie drängend das Problem ist, davon kann die Behörde selbst ein Lied singen. In den vergangenen beiden Jahren machte das Thema einen Schwerpunkt der Beschwerdearbeit aus:
Knapp die Hälfte der bislang in diesem Jahr erschienen Beiträge in entsprechenden Ressorts ging darauf zurück; und die Zahl der Beschwerden und spätere Klagen ist bekannter Weise sprunghaft angestiegen. Zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung
Es geht nicht an, Menschen zur "Garnierung" mit der Bezeichnung Unterschicht abzustempeln oder / und vielleicht sogar diese zur Tarnung von Egoismus der Oberschicht dient.
Wer das weiterverfolgt, verfolgt keine menschlich vertretbaren Zwecke mehr.
Eigentlich hat "er" sich sogar untergeordnet.
Ich weiß: Das Thema ist schwierig – auch, weil es das veränderte Verhältnis zwischen Kunden und "Dienstleister" berührt.
Zu kritischen Menschen (nicht nur Journalisten) gehört nun einmal immer auch ein Quäntchen Stolz. Menschen, die ihren Stolz verlieren, auch gegenüber dem Arbeitgeber, der Behörde ... verlieren deshalb möglicherweise etwas, was essentiell ist für ihren Beruf. - Für ihr Leben!
AUFRUF AN ALLE:
Lassen Sie es bitte nicht so weit und noch weiter kommen.
Auch die unter Ihnen, die andere Ziele haben, sollten sich in Ihrem eigenen langfristigen Interesse klarmachen, wo die Grenze verläuft.
Schon macht sich auch außerhalb der Branche, der ich angehöre /+8, eine Ernüchterung breit, die dem Leben nicht bekommt. Da lese ich, H. Köhler, zum Beispiel:
„Medien werden von ihren Managern immer mehr als ökonomische Güter wie andere auch behandelt und vorrangig oder gar allein am Ertragsinteresse ausgerichtet.“ So hat es der Richter am Bundesverfassungsgericht, Wolfgang Hoffmann-Riem, beschrieben.
Als Journalist oder Verleger – als einer, der den Anspruch nicht aufgibt, der Wahrheit zu dienen - würde ich das als Warnsignal auffassen.
(In aller Bescheidenheit, das ist auch meine Meinung, die ich nicht grundlos gerade hier und in diesem Zusammenhang platziere!Wie:
Es kommt schon darauf an, welches Bild die Presse, die Behörde und jede Mensch von sich selbst hat, was ein Jeder daraus macht und wie es vermittelt (ist / wird).
Köhler: Nein, es ist nicht unanständig, mit Zeitungen Gewinn machen zu wollen. Und ein Verleger, dessen Produkt am Markt nicht bestehen kann, dient weder seinen Mitarbeitern noch der Pressefreiheit. Aber ist es nicht doch auch etwas ganz Besonderes, Zeitung machen zu dürfen? Ich finde, als Journalisten und Verleger sollten Sie das hüten und bewahren, was den Kern Ihrer Arbeit ausmacht und weshalb sie unter dem Schutz des Grundgesetzes steht. Ich selbst bin in dieser Frage konservativ. Deshalb neige ich zu Karl Marx. Der hat gesagt:
"Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein." Denken Sie bitte daran, und lassen Sie sich daran erinnern, zur Not auch von Mitarbeitern, die von ihnen abhängen. Beide, Journalisten und Verleger, sind gefordert. Im Presserat sind beide versammelt. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit zum Gespräch.
Übrigens: Kommerzielle Zwänge müssen nicht zwangsläufig zu Qualitätseinbußen führen.
Hier entsteht zunehmend mehr die Seite "A B C im Kasten". Sie kommt! Sie hilft, wenn man nicht nur einen Eindruck auf sich wirken lässt HIER und hier ist derart viel zusammen getragen, was auch nötig war, denn IGNORANZ ist eine immer wieder festzustellende Reaktion. - Ein Zeichen von Schwäche! - Ein Zeichen was eben nicht an-kommt! - Ein Zeichen (Z.) - zusammen mit dem nächsten Z. - oft als Link - ist genauso wichtig, wie alle anderen! Deshalb sorgt ein jeder Leser selbst dafür, wie das "A B C im Kasten" an-kommt! ... und so weiter und so fort [ugs.]
and so on and so forth - kommt! HIER - erst arteigen, wie ganz unten auf dieser Seite und vorher unter:
WEITER:in Arbeitdazu Wunder?dazu ...Übrigens hier entsteht auch die Seite "Zwischenablagen". Darunter: ZEITAUFNAHMEN - Dank der NETZZEITUNG - aus der stammt:
Als Alltags- bis Trauerbegleiter gab es auch für mich diesen Fall:
Franz Wolf / Dorfen ist eine Stadt im oberbayerischenLandkreis Erding. Dorfen liegt an der Bundesstraße 15 zwischen Landshut und Rosenheim. Die Stadt liegt zudem an der von der SüdostBayernBahn betriebenen Bahnstrecke München–Mühldorf. Der Bahnhof ist seit Januar 2008 in Besitz eines britisch-deutschen Immobilienkonsortiums. Eilzüge erreichen den Münchner Ostbahnhof auf der eingleisigen Strecke ohne Zwischenhalt nach frühestens 30 Minuten. Am Bahnhof Dorfen beginnt der Vilstalradweg, der über Taufkirchen bis Velden auf einer ehemaligen Lokalbahnstrecke verläuft. Höchst umstritten ist die von der bayerischen Staatsregierung favorisierte Trassenwahl der in Teilabschnitten schon fertiggestellten Bundesautobahn 94 über Dorfen, gegen die sich seit über 30 Jahren Widerstand in der Isenstadt regt.
Am 8. September 2008 um 09:11 Uhr |Bearbeiten
NACH EINEM HALBEN JAHR:
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WIR —ADU—
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NICHT ERST IRGENDWANN! Wie beim Fond für Magdeburg , der in der Vst. keinen Platz fand. …) und ist es so, wird es mit
ABC-Schnell-Kommentar
- oder ähnlich auffällig - gekennzeichnet! TIPP: Das ALG II-Forum !,
oder / und die
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